Startseite der Johann-Peter-Schäfer-Schule    Kontakt zur Johann-Peter-Schäfer-Schule    Sitemap der Johann-Peter-Schäfer-Schule

Ihr direkter Kontakt

Zentrale/Pforte:
(06031) 608 0

Sekretariat:
(06031) 608 102

Fax:
(06031) 608 499

Fahrschülerbetreuung:
(06031) 608 319

Bereiche

Übergreifende Angebote

Im Bereich Orientierung und Mobilität lernen Schülerinnen und Schüler den Umgang mit dem Blindenlangstock und Lebenspraktische Fähigkeiten

 

„Sage es mir, und ich werde es vergessen. Zeige es mir, und ich werde es vielleicht behalten. Lass es mich tun, und ich werde es können. „

Konfuzius *551 v. Chr.

 

Bereich Orientierung und Mobilität/ Lebenspraktische Fähigkeiten

Kinder lernen in der Regel durch schauen und nachmachen. Das gilt für nahezu alle Alltagsfertigkeiten wie Essen, Zähne putzen, an- und ausziehen, Schuhe zumachen, Nase putzen, etc. Sie sehen den Erwachsenen und älteren Kindern zu, möchten das auch können und probieren so lange herum, bis es ihnen, ggf. mit Unterstützung, gelingt.

Bei blinden und seheingeschränkten Kindern fehlt das „schauen“.

Wenn sie Alltagsfertigkeiten erlernen wollen oder sollen, müssen sie das oft mit beschreibender Anleitung tun. Die Vermittlung dieser blindenspezifischer Techniken und Strategien erfolgt an der JPSS durch Rehalehrer (Fachkräfte der Blinden- und Sehbehindertenrehabilitation) in Einzelschulungen. Fähigkeiten in O&M und LPF sind für blinde und sehbehinderte Menschen wesentliche Grundelemente für eine selbstbestimmte und unabhängige Lebensführung.

Unter Orientierung und Mobilität (O&M) versteht man die Fähigkeit zu wissen, an welchem Punkt man sich befindet, eine Vorstellung davon zu haben, wohin man sich bewegen möchte und den Weg dazwischen zurückzulegen. Dazu gehören das Erkennen von unterschiedlichen Sinneseindrücken und ihre Interpretation.

Unter Lebenspraktischen Fähigkeiten (LPF) versteht man das Vermögen, Alltagssituationen wie Ankleiden, Nahrungsaufnahme und Körperhygiene zu bewältigen. Sie sind die Grundlage jeder sozialen Kompetenz.

In Abhängigkeit von den sehr heterogen zusammengesetzten Schülergruppen an der JPSS sind auch die Schulungen sehr unterschiedlich. Im Folgenden einige Beispiele aus den Schulungen in O&M und LPF.

 

Orientierung und Mobilität (O&M):

In O&M kann ein Schüler lernen, sich mit dem Blindenlangstock auf dem Schulgelände oder in Friedberg alleine und selbständig zu bewegen Ein anderer Schüler lernt in der Schulung zu erkennen, ob er sich drinnen oder draußen befindet, vielleicht sogar, in welchem Raum er ist. Ein dritter lässt sich von einem Ort zum anderen bringen (an der Hand oder im Rollstuhl), kann aber die Richtung bestimmen, in die es gehen soll.

Ziel ist die Neugier auf die etwas entferntere Umwelt und eine möglichst selbständige Erkundung der Umgebung.

Blindenlangstock auf Bodenleitlinie Taktiles Modell eines Zimmers

 

Lebenspraktische Fähigkeiten (LPF):

In LPF kann ein Schüler lernen, selbständig mit Besteck zu essen, vielleicht auch sein Brot selbst zu schmieren. Ein anderer lernt mit den Händen nach etwas zu greifen, das auf dem Arbeitsplatz vor ihm liegt. Ein weiteres Thema kann das Erlernen der Unterschrift sein. Die Mithilfe beim Ankleiden (z. B. Hochziehen des Reißverschlusses, den die Assistenz eingefädelt hat) kann zu selbständigeren Handlungsabläufen beim An- und Auskleiden führen.  

Ziel ist eine möglichst selbständige Erkundung der unmittelbaren Umgebung und Teile von Alltagsfertigkeiten alleine oder mit Unterstützung durchzuführen.

Der Fachbereich bietet folgendes Angebot:

  • - Einzelunterricht in Orientierung und/oder Mobilität und Lebenspraktischen Fähigkeiten
  • - Anleitung des Personals in der Anwendung der von den Schülern  in den Schulungen eingeübten Fertigkeiten
  • - Vermittlung der Techniken für „Sehende Begleitung“
  • - Schulung von Personal in Fortbildungen im Umgang mit blinden und sehbehinderten Schülern und Jugendlichen
  • - Verleih und Reparatur von Blindenlangstöcken und angepassten Mobilitätshilfen
  • - Verleih von Hilfsmitteln im Bereich von LPF
  • - Unterstützung und Beratung von Schulklassen und Internatsgruppen bezüglich Beleuchtung, Kontrastierung und Markierungen
  • - Beratung bei Baumaßnahmen

elektronisches Gelderkennungsgerät

 

Zentrale/Pforte: (06031) 608 0 
Sekretariat: 
(06031) 608 102

Fax: (06031) 608 499 
Fahrschülerbetreuung: (06031) 608 319