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Johann-Peter-Schäfer-Schule Blindenschule Friedberg
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Auf den Spuren der Brüder Grimm…..

…. waren die Schülerinnen und Schüler der Klasse Bo Bl 1 in der letzten Schulwoche vor den Herbstferien in Neu-Anspach.

In Ergänzung zu ihrem aktuellen Unterrichtsthema „Märchen“ besuchten die Schülerinnen und Schüler dort das Freilichtmuseum Hessenpark. Hier erwartete sie die Märchenerzählerin Michaele Scherenberg, bekannt aus Film und TV-Moderationen beim Hessischen Rundfunk. Sie begrüßte die Klasse herzlich und verstand es auf die besonderen Bedürfnisse unserer Schülerinnen und Schüler während ihrer Führung einzugehen. In Verbindung mit Liedern und stimmungsvollen Instrumenten wie einem Klangspiel oder einer Sansula erzählte sie die Märchen von den Sterntalern bis Frau Holle. Die Schülerinnen und Schüler kamen vorbei an den alten Mauern und Häusern, die aus einer Zeit stammten, in der sich die Menschen noch Märchen erzählt haben. Der Geruch und die Kälte der alten Fachwerke schaffte eine rundum gelungene Atmosphäre, die dazu beitragen konnte, die Märchen lebendig und zu einem echten Erlebnis werden zu lassen. Aufmerksam und interessiert verfolgten die Schülerinnen und Schülern die unterhaltsamen Erzählungen und genossen den etwas anderen Schultag sehr.

Wie soll mein Kind leben, wenn die Schulzeit beendet ist? Welche Möglichkeiten gibt es? Diesen und weitere Fragen, die sich im Verlauf der (Schul)Jahre immer dringender stellen, widmet sich der Informationsabend der Berufsorientierungsstufe bereits seit 2011. In diesem Jahr freuen wir uns, Vertreter führender Einrichtungen für blinde und sehbehinderte Menschen mit mehrfachen Beeinträchtigungen begrüßen zu dürfen, die zum Themenkomplex "Wohnen" informieren und Fragen dazu beantworten werden. Die Veranstaltung wendet sich an Eltern und Familien der Schüler/innen der JPSS, ist aber selbstverständlich offen für jeden interessierten Besucher. Nähere Informationen entnehmen Sie bitte dieser Einladung.

Wer häufiger auf der Kaiserstraße in Friedberg unterwegs ist, wird eine solche Szene womöglich schon einmal beobachtet haben: Ein junger Mensch, mit einem Blindenlangstock unterwegs, und mit einigen Metern Abstand eine Frau, die mit geschultem Blick darauf schaut, wie er den Weg bewältigt und erklärend eingreift. Gisela Troost ist als Orientierungs- und Mobilitätslehrerin tätig, ihre "Schützlinge" sind blinde und sehbehinderte Schüler der Johann-Peter-Schäfer-Schule. "Wir fallen natürlich schon ein bisschen auf, wenn wir beispielsweise länger an Ampelanlagen verweilen", lacht Troost, "weil ich den Kindern und Jugendlichen erkläre, was sie beachten müssen, um sich im Straßenverkehr zurecht zu finden. Manch ein Passant spricht mich dann auch an und fragt nach, was wir da genau machen." Dieses Interesse der Friedberger, aber auch das wichtige Anliegen der Schule, die Belange sehbeeinträchtigter Menschen in die Öffentlichkeit zu tragen, hat Troost gemeinsam mit ihrem Kollegen Jürgen Gruber dazu bewogen, sich an der "Internationale Woche des Sehens" zu beteiligen.

Getragen wird diese Kampagne von verschiedenen Blinden- und Sehbehindertenverbänden, Augenärzten und Optikern, die sich für gutes Sehen und für die Verhütung von vermeidbarer Blindheit bei uns und in armen Ländern einsetzen. Troost und Gruber werden zusammen mit einigen Schülern am Donnerstag, den fünften Oktober, zwischen neun und 15.30 Uhr einen Informationsstand auf der Kaiserstraße am Elvis-Presley-Platz präsentieren.

"Es wird viel zum Ausprobieren geben, ob mit vergrößernden Sehhilfen oder tatsächlich mit simulierter Blindheit. Und dann kann man staunen, was mit guten Rahmenbedingungen doch funktionieren kann. An einem Parcours besteht sogar die Möglichkeit, mit einem Langstock eine kurze Strecke zu laufen und sich ganz auf alle anderen Sinne zu verlassen - nur nicht auf den ´Sehsinn´", stellt Troost ein attraktives und aktivierendes Angebot in Aussicht und hofft auf zahlreiche Besucher: "Das würde wir uns freuen. Zumal eine gewisse Unsicherheit im Umgang mit blinden und sehbehinderten Menschen vorherrscht. Der Stand kann auch genutzt werden, um darüber ins Gespräch zu kommen."

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